Wo es sich Pickel gemütlich machen

Na, war der Blick in den Spiegel am Morgen wieder von einem tiefen Seufzer begleitet, weil schon wieder unten am Kinn oder oben auf der Stirn für alle unübersehbar ein Pickel prangt? Mal abgesehen vom leisen Ärger, wenn das auch nach der Pubertät in regelmäßigen Abständen passiert, schon mal aufgepasst, wo sich die Pickel immer so ansiedeln? Wenn man genauer nachdenkt, wird man vielleicht feststellen, dass es häufig am Kinn, auf der Stirn oder rund um die Nase oder unterhalb der Haaransätze passiert.

In der Regel beschäftigen sich unsere Gedanken aber eher damit, wie wir die Dinger so schnell wie möglich loswerden (Nicht ausdrücken!, schreit dann gleich jeder), oder ob wir ein gutes Make-up oder eine gute Tagescreme besitzen, die die Pickel zumindest etwas abschwächt. Bei genauerer Betrachtung unseres Gesichts, auch das wissen wir, fallen die Pickel sowieso auf.

Wissenschaftler wollen mittlerweile außer den Ursachen für Pickel (Hormone, Ernährung, Stress, Umweltfaktoren) auch herausgefunden haben, dass die Stelle, wo die Pickel auftreten, etwas darüber aussagen. So siedeln sie sich bei Frauen im Kinn-, Hals- und Kieferbereich an, wenn sie ihre Tage haben und der Testosteronspiegel im Körper ansteigt. Stress macht sich in Pickeln in der sogenannten T-Zone (Stirn und Nase) bemerkbar, das verstärkt ausgeschüttete Adrenalin soll dafür mitverantwortlich sein. Unumstritten sind diese Ergebnisse in der Wissenschaft nicht, aber sie bieten zumindest einen neuen Anhaltspunkt, diesen Bereich der Gesundheit noch ein bisschen besser zu verstehen.

Und auch als medizinische Laien können wir uns gut vorstellen, dass Pickel am Haaransatz von übermäßigem Gebrauch der Haarpflegeprodukte herrühren können. Denn spülen wir wirklich so lange unsere Haare nach dem Waschen aus, wie es unser Friseur immer tut? Mit diesem kleinen Hinweis ist vielleicht der nächste Blick in den morgendlichen Spiegel ohne Seufzen möglich.

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