Salz, du weißes Gold

Wenn einem aus dem Schulunterricht Sätze wie „Um Salz wurden Kriege geführt" im Gedächtnis bleiben, kann das nur bedeuten, dass dieser Stoff in seiner Wichtigkeit nicht erst in unseren Tagen erkannt wurde. Heute würde man sagen: „Um Salz und seine Schädlichkeit oder Nichtschädlichkeit werden endlose Diskussionen geführt."

War Salz in früheren Zeiten ein unverzichtbarer Bestandteil, um Lebensmittel haltbar zu machen, extrem teuer und damit extrem begehrt, so reden wir heute, wie so oft, über die Folgen von zu viel Salz in unseren verarbeiteten Lebensmitteln. Die Gesundheitsbranche rechnet uns die Kosten des hohen Salzkonsums mit seinen negativen Konsequenzen vor: Bluthochdruck, Übergewicht durch Fertiggerichte und kein Bewusstsein für die wirkliche Bedeutung dieses Stoffs. Wir privilegierten Mitteleuropäer gehen viel zu sorglos und verschwenderisch mit Salz um: grobes Meersalz auf Laugenbrezeln, Salzstangen en masse, Fertiggerichte, die nur schmecken, weil sie mit Geschmacksverstärkern und viel Salz zubereitet werden, Salz auf dem Frühstücksei … Die Liste könnte noch endlos weitergeführt werden. Salzstreuer gehören für uns ganz selbstverständlich auf jeden (Restaurant-)Tisch. Zum Nachdenken kommen wir nur, wenn wieder mal (erfolglos) über die Lebensmittelampel diskutiert wird, der Blutdruck plötzlich steigt oder vom Arzt eine salzlose Kost verordnet wird.

So umstritten und uneindeutig die Forschungsergebnisse über das Zuviel von Salz in unserer Ernährung auch noch sind, der gesunde Menschenverstand soll uns auch hier nicht im Stich lassen. Alles in Maßen gilt auch für unseren Salzkonsum, das angewöhnte Nachsalzen einer Mahlzeit sollte man sich vielleicht gar nicht erst an- oder schnell wieder abgewöhnen.

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