Pickel: Ich muss da ran!

Schon wieder prangt ein Pickel beim morgendlichen Blick in den Spiegel nicht irgendwo, sondern natürlich an exponierter Stelle im Gesicht, bevorzugt an der Stirn, am Kinn oder in Nasennähe. Und sofort ist dieses Gefühl da, den muss ich ausdrücken! Ganz schnell! Also, ran und los! Doch, Halt! Ein bisschen nachdenken ist schon angesagt. Denn dann erinnert man sich auch ziemlich schnell daran, wie lange es beim letzten Mal gedauert hat, bis man diese aufgedrückte Pickelstelle nicht mehr sah, oder noch schlimmer, ein paar minikleine Narben zeugen von diesem reflexhaften Verhalten, das sogar einen lateinischen Namen hat: Dermatillomanie. Doch das muss nicht sein, und jede Kosmetikerin oder jeder Dermatologe wird gebetsmühlenartig wiederholen: Nicht ausdrücken!
Um der Pickelbildung vorzubeugen, soll es zum Beispiel wirksame Waschpeelings geben, aber wir wissen auch, dass es so leicht nicht ist, diese überflüssigen Dinger sprießen nun einmal bei dem ein oder der anderen in regelmäßigen Abständen. Egal, was man tut, isst oder sein lässt.
Allen, die es sich einfach nicht verkneifen können, bei einem Pickel doch Hand anzulegen, sei gesagt, dass sie sich dann wenigstens um eine einigermaßen keimfreie Handhabung kümmern sollten. Also, gründlich Hände waschen, mit dem Ausdrücken des Pickels dann aufhören, wenn klare Flüssigkeit austritt, die Stelle anschließend desinfizieren und nun wirklich in Ruhe lassen.
Abdeckstifte oder Make-up sind nach einer solchen Aktion auch erst mal tabu, die Wunde soll sich möglichst schnell schließen, das ganze Areal beruhigen, sodass der eigene Anblick einen ganz bald wieder erfreut. Bis, ja, bis zum nächsten morgendlichen Blick in den Spiegel …

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