Mundschutz: schickes Accessoire oder wirklich wichtig?

Während noch vor ein paar Jahren weißer Mundschutz den Ärzten in ihren Operationssälen oder schwerkranken Menschen nach Organ- oder Knochenmarkstransplantationen vorbehalten war, sehen wir, zumindest in bewegten Bildern und meist in asiatischen Ländern, immer mehr Menschen damit herumlaufen. Dass es sich nicht einfach um eine Mode handelt, ist schon klar. Gerade breitet sich mit dem Coronavirus ein neuer Erreger weltweit aus, und Angst und Panik sind seine ständigen Begleiter. Die kleinen weißen Tüchlein vor den Mündern suggerieren uns hier im fernen Europa, dass sich die Menschen der Gefahr von Ansteckung bewusst sind und einen deutlich sichtbaren Schutz vor sich hertragen. Aber wie wirksam ist so ein Mundschutz tatsächlich?
Wie eingangs beschrieben, wird er in erster Linie dann eingesetzt, wenn es darum geht, dass im Rahmen von Operationen weder der Arzt seine Tröpfchen auf den Patienten schleudert noch dessen Blutspritzer oder dergleichen ins Gesicht des Arztes gelangen. Den gleichen Zweck erfüllt der Mundschutz auch in der Öffentlichkeit, die beim Niesen oder Husten verteilten Tröpfchen erreichen das menschliche Gegenüber nicht, sondern bleiben im Mundschutz hängen. Da man aber heutzutage viel mehr weiß über die Ansteckungswege, ist auch klar, dass der Mundschutz alleine nicht viel ausrichtet. Einer der häufigsten Übertragungswege ist der über die Hände, schließlich sitzen die Krankheitserreger auf Türklinken, an Haltestangen in Bus und Bahn, am Treppen- und Rolltreppengeländer usw. usf. Und daher kommt an dieser Stelle wieder der Lieblingstipp aller Mütter, Ärzte und Experten: Hände waschen, gründlich und regelmäßig! Das schützt wirkungsvoller vor einer Ansteckung als ein Mundschutz. Ist nur nicht so schick auffällig …

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