Knusper, knusper, knäuschen, wer knuspert an mein' Nägelchen?

Ja, schon gut, hier reimt sich nichts, was sich reimen könnte. Mit Absicht, macht es uns doch auf eine „schlechte" Angewohnheit aufmerksam, die gar nicht so selten vorkommt. Und das nicht nur bei aufgeregten Schulkindern, ein Blick in deutsche Meetingrunden zeigt, dass es noch genug Erwachsene gibt, die aus Langeweile, Aufgeregtheit, Gewohnheit oder Zwang an ihren Nägeln knabbern. Im Übrigen nicht nur an den Nägeln, sondern auch an der Haut drum herum. Eingerissene Nagelhäute, blutige, verkrustete Finger sind die Folge. Und dabei stehen wir doch so auf gepflegte Hände! Aber manchmal geraten wir in Situationen, in denen wir nichts als knabbern tun können. Und das ist einfach nur menschlich. Schwieriger wird es, wenn wir die Angewohnheit nicht loswerden, wenn sie sogar zu einem Zwang ausufert, wenn tiefer gehende Probleme und Ursachen aufzudecken sind. Dann ist davon auszugehen, dass noch weitere Auffälligkeiten hinzukommen – ein Fall für Profis also.

Allen, die häufig oder gelegentlich ihre Finger verunstalten, kann relativ einfach geholfen werden: Bitterer Nagellack hält davon ab zu knabbern. Schicker Nagellack kann die gleiche Wirkung erzielen. Wenn's nicht völlig unpassend ist, können auch Handschuhe in bestimmten Situationen helfen. Und die zahllosen Nagelstudios in Dörfern und Städten tragen auch gerne künstliche Nägel auf. Die sind mit den Zähnen nicht kaputtzukriegen. Wer seine Motivation zu knabbern hinterfragt und sich „bessern" will, kann sich mit Entspannungstechniken und Verhaltenstherapien beschäftigen. Das hilft nicht nur den Nägeln, Fingern und Händen, sondern vielleicht der ganzen Person – vielleicht sogar bei der nächsten Meetingrunde.

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