Kein Grund zur Scham.

Immer wieder ein dankbares Thema: Behaarung. Auf dem Kopf, unter den Achseln, und heute solls um die Schambehaarung gehen. Auch wenn es der Name vermuten lässt, ist das natürlich kein Grund zum Schämen. Seit Jahren gibt es um diesen eher versteckt getragenen Haarpelz Moden ohne Ende. Aufgrund der genetischen Disposition bringt die Natur die unterschiedlichsten Farben und Formen beim Schamhaar hervor. Die Mode tut dann noch das Ihrige dazu und bringt Männer und Frauen dazu, Muster in Form von Landebahnen, Herzen oder Monden zu rasieren, es „wuchern“ zu lassen oder das meist gelockte Haar komplett abzunehmen. Während Letzteres in weiten Kreisen als hygienische Variante gilt, entspricht aber nur das wilde Wuchern gesunder Natürlichkeit. Die meist gekräuselten und kräftiger als das Kopfhaar gebauten Schamhaare schützen vor Krankheitserregern, vor Reibung und Scheuern und tatsächlich auch vor Kälte. Ist ja klar, dass sich die Natur etwas „gedacht“ hat, wenn sie uns mit Haaren an den wichtigen und empfindlichen Stellen am Körper ausgestattet hat. Da kommt man mit ein bisschen Nachdenken eigentlich auch von alleine drauf. Und genauso klar ist es, dass bei unkontrolliertem Wuchs der Schambehaarung, genau … nix passiert. Die Haare hängen nicht irgendwann aus Unter- oder Bikinihose bis in die Kniekehlen herunter, sondern wachsen ihre sechs Monate (einen Zentimeter pro Monat im Schnitt) und fallen dann einfach aus. Die nächsten sitzen ja schon in den Startlöchern … wenn wir sie lassen. Wer fleißig rasiert, verhindert das gelegentlich und hat dann mit unter der Haut weiterwachsenden Haarfolikeln zu kämpfen, die sich als entzündete Pickel in diesem Bereich breitmachen. Filzläuse sind übrigens die Tierchen, die eine natürliche Behaarung besonders schätzen: Mit dem weltweiten Trend, die Schambehaarung zu entfernen, ging es ihnen an den Kragen. Nix zum Festhalten mehr da. So hat jede Medaille eben ihre zwei Seiten …

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