„Ich hab so süßes Blut …

… mich stechen die Mücken immer zuerst und am meisten." Ungefähr zwanzig Prozent unserer Mitmenschen könnten diesen Satz aussprechen, und zumindest der Teil mit „zuerst und am meisten stechen" stimmt. Der Rest kann unter „Ammenmärchen" abgelegt werden, denn am „süßen" Blut liegt es weniger.

Aber natürlich sind die Wissenschaftler den sommerlichen Plagegeistern längst auf der Spur und haben herausgefunden, dass die kleinen Blutsauger zielgenau die richtigen Genträger ansteuern, um ihren Eiweißbedarf zu decken. Die weiblichen Mücken fahren vor der Eiablage auf die Menschen unter uns ab, die aufgrund ihres Stoffwechsels, ihres Schweißes oder ihrer Hormonzusammensetzung als attraktive Quellen wahrgenommen werden. Bei Tests wurde zum Beispiel festgestellt, dass Menschen mit der weit verbreiteten Blutgruppe 0 doppelt so häufig gestochen wurden wie die mit der selteneren Blutgruppe A. Auch das Ausatmen von Kohlendioxid zieht die Mücken an, je höher der Gehalt im Atem, umso attraktiver für die Mücken.

Alles in allem können wir gegen unsere Mückenattraktivität nur mit mäßig wirkender Chemie oder hochgeschlossener Kleidung aufwarten. Ach ja, da gibt's noch einen kleinen Tipp: Haben die Mücken ein Opfer auserkoren, fliegen sie in dessen Richtung und orientieren sich dann zusätzlich mit den Augen. Sie mögen eher dunklere Flächen – also lieber mit weißem oder gelbem T-Shirt am abendlichen See rumsitzen!

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