Hose runter, wie sieht's aus mit der Männergesundheit?

Nicht so gut, könnte man – ohne groß nachzudenken – antworten, schließlich liegt die durchschnittliche Lebenserwartung von Männern in Deutschland bei etwas über 78 Jahren, während Frauen älter als 83 werden. Was ist nun dran an all den Mythen, dass Männer risikoreicher durchs Leben gehen als Frauen, dass sie eher gefährliche und Extremsportarten betreiben, zu viel arbeiten, zu ungesund essen und, ganz interessant, oft erst zu spät zum Arzt gehen? Alles nur Geschwätz?
Auf der einen Seite wissen wir mittlerweile, dass Medikamente immer auf Männer ausgelegt sind und es erst jetzt ins Bewusstsein der Gesellschaft dringt, dass Frauen anders reagieren und damit auch andere Medikamente und Hilfsangebote brauchen. Auf der anderen Seite scheint der deutsche Durchschnittsmann aber für die eigene Gesundheit zu unsensibel zu sein (oder zu feige, wie hämische Stimmen verlauten lassen), sodass im Januar 2020 bereits zum fünften Mal eine Männergesundheitskonferenz in Berlin stattfinden wird. Inhaltlich geht es um männerspezifische Prävention und Gesundheitsförderung, aber auch darum, wie das im Zeitalter der Digitalisierung alles umgesetzt und an den Mann gebracht werden kann.
Der Aufwand für solche Konferenzen macht deutlich, dass die Männer einige Anstrengungen unternehmen müssen, um die fünf Jahre durchschnittliche Lebenserwartung endlich mal aufzuholen.

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