Hände und Hygiene – und Ringe!

Schon den Kleinsten wird ans Herz gelegt und vorgemacht, wie wichtig das richtige und konsequente Händewaschen ist. Nach dem Spielplatz, nach dem Nachhausekommen, nach dem Toilettengang, vor dem Essen usw. usf. Wissen wir als Erwachsene alles und beherzigen das auch meistens. Schließlich wollen wir uns nicht mit irgendwelchen Viren und Bakterien anstecken. Aber was ist eigentlich mit dem häufig großflächigen Schmuck, den wir an den Fingern tragen? Legen wir ihn ab und riskieren, ihn auf dem Waschbeckenrand zu vergessen oder, noch schlimmer, dass er in den Ausguss fällt und auf Nimmerwiedersehen verschwindet? Keine leichte Frage. Im Fall des Händewaschens, wenn man unterwegs ist und Toiletten auf Raststätten oder in Restaurants und Klubs benutzt, würde man wohl eher empfehlen, die Ringe an den Fingern zu lassen oder sie in die Hosentasche bzw. in die Handtasche zu stecken. Aber zu Hause oder im Büro gilt die Empfehlung, vor dem Händewaschen alle Ringe, auch den breiten Ehering, abzunehmen, die Hände gründlich zu waschen und ebenso gründlich zu trocknen, und dann erst wieder die Ringe überzuziehen. Denn jeder kann sich leicht vorstellen, dass die Feuchtigkeit, die ansonsten unter den Ringen verbleibt, ein Nährboden für Bakterien ist und der Haut nicht guttut. Am besten trocknet man sich natürlich mit dem eigenen Handtuch ab, das ist an öffentlichen Orten aber nicht möglich. Papiertücher sind eine gute Alternative, von den ohrenbetäubenden Bläsern in den Toiletten ist abzuraten, da sie als Bakterienschleudern gelten. Da ist wahrscheinlich das Abtrocknen an der Hosennaht noch die bessere Variante.
Also sollten die Schmuckträgerinnen und -träger beim Händewaschen ab sofort nicht nur auf die richtige Anwendung (auch zwischen den Fingern einseifen!) achten, sondern sich auch noch merken, den abgelegten Schmuck zum Schluss wieder anzulegen – und nicht liegen zu lassen!

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