Geliebt und gefürchtet: unser Schlaf

Unzählige Bücher, Abhandlungen und wissenschaftliche Untersuchungen sind zu diesem Thema schon verfasst worden: Schlaf. Wie viel, warum, wann, mit welchen Ritualen – und immer noch wird in Zusammenhang mit dem Schlafen Neues entdeckt.

Ganz jenseits seriöser Forschung können wir schon einmal festhalten: Genug Schlaf kriegt man nie, wenn man ihn braucht, und wenn man schlafen kann, so viel und solange man will, dann ist man entweder ein Baby oder alt. Es ist klar, dass das Schlafbedürfnis sich im Leben eines Menschen stetig ändert, und dass es riesige Unterschiede zwischen den Menschen einer Altersgruppe gibt. So wie wir von Babys gehört haben, die vom ersten Tag ihres Lebens zwölf Stunden am Stück durchschlafen, wacht die Mehrheit von ihnen aber eher alle paar Stunden auf und will „unterhalten", sprich gefüttert, getragen und gewickelt werden. Mancher Teenager ist auch nach elf Stunden Schlaf ein muffelndes Etwas, andere können die Nacht durchtanzen und trotzdem am nächsten Morgen in der Schule Aufmerksamkeit „heucheln". Bei den Erwachsenen sieht es nicht anders aus: Wer beneidet nicht die Zeitgenossen, die mit fünf oder sechs Stunden Schlaf auskommen, während man selbst seine acht Stunden braucht, um das tägliche Hamsterrad zu meistern. Da bleibt nur noch die Vorfreude aufs Alter, dann sinkt das Schlafbedürfnis um ein, zwei Stunden. Dafür büßt man dann Leistungsfähigkeit und Unternehmenslust allmählich sein.

Es ist, wie es ist. Man ändert seinen eigenen Schlafrhythmus nur, wenn man auch die negativen Konsequenzen bereit ist zu tragen: Konzentrationsstörungen, Leistungsabfall, ständige Müdigkeit, Schlafstörungen. Besser ist es zu akzeptieren, wie man ist, und mithilfe schöner Rituale das Zubettgehen ebenso zu zelebrieren wie die Erkenntnis, dass man beim Schlafen nichts verpasst, sondern Kraft und Energie für den wachen Teil des Lebens tankt. In diesem Sinne: allzeit guten Schlaf!

Die aktuellsten Beiträge