Free Hugs oder was der Mensch zum (Über-)Leben braucht

Ohne Zuwendung, in unserem Fall: ohne körperliche Berührungen, Streicheleinheiten und Umarmungen, verkümmert der Mensch. Die grausamen Auswirkungen haben zahllose Studien aufgeführt, und wer sich bei Gerichtsprozessen ein bisschen mit den Tätern befasst, erkennt auch hier ein Muster, das meist mit Lieblosigkeit und (körperlicher) Zurückweisung im Kindesalter beginnt.
Natürlich sind die Menschen verschieden, die einen müssen jeden umarmen und stehen überhaupt auch zwischendurch auf kleine Berührungen, während andere dem Gegenüber höchstens die Hand hinhalten. Aber neben kulturellen Einflüssen (gibt man im Osten Deutschlands auch heute noch bei der Begrüßung jedem die Hand, umarmt man sich im westlichen Teil des Landes, sobald man sich mehr als einmal getroffen hat) ist uns Menschen eben gemein, dass wir Berührungen wie die Luft zum Atmen brauchen. Die Experten haben natürlich längst herausgefunden, was in unserem Körper passiert, wenn wir gestreichelt, umarmt oder sanft berührt werden (die Freiwilligkeit dieses Austauschs ist hier zwingende Voraussetzung!). Der Blutdruck sinkt, unser Selbstwertgefühl steigt. Und obwohl man in der Erkältungszeit von Umarmungen absehen sollte, haben Untersuchungen ergeben, dass Probanden, die regelmäßig umarmt werden, den Erkältungsviren besser widerstehen als nichtumarmte Personen. Klingt wie ein Paradoxon.
Dass uns die ganze Umarmerei aber nicht nur unbewusst guttut, sondern dass wir davon überzeugt sind, dass wir sie brauchen, zeigen die Ergebnisse von Befragungen, die Folgendes hervorbrachten: Der Mehrheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren zärtliche Berührungen und Umarmungen wichtiger als Sex!
Na, ist jemand in der Nähe für eine Umarmung? Dann nur zu!

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