Endometriose – ein offener Umgang damit kann helfen

In den letzten Jahren und Monaten rückt eine Krankheit in den Fokus der Aufmerksamkeit, die bisher völlig vernachlässigt wurde. Und das obwohl ein nicht unbeträchtlicher Teil der Mädchen und Frauen zum Teil jahrzehntelang darunter leiden muss: Endometriose bringt den betroffenen Frauen nicht nur monatliche wiederkehrende starke Schmerzen, sondern ist auch eine der häufigsten Ursachen für ungewollte Kinderlosigkeit. Schon aus diesen Gründen fragt man sich, warum damit erst jetzt verstärkt an die Öffentlichkeit gegangen wird. Bei den von Endometriose betroffenen Frauen tritt die Erkrankung in Form von Zysten und Entzündungen (sogenannte Endometrioseherde) auf, die sich etwa an Eierstöcken, Darm oder Bauchfell ansiedeln. Das Gewebe ähnelt dem der Gebärmutterschleimhaut, sodass diese Herde mit dem hormonellen Zyklus wachsen und bluten. Starker Regelschmerz ist eines der häufigsten Symptome und macht den Frauen nicht nur das Leben schwer, sondern schickt sie auch auf einen langen Leidens- und Erkundungsweg der Krankheit, weil die Schmerzen und Beeinträchtigungen eben auch zyklusunabhängig auftreten können.
Es wird also Zeit, weiterhin über diese Krankheit aufzuklären und vor allem junge Mädchen zu ermutigen, über ihre Beschwerden zu sprechen und sie nicht einfach auszuhalten – etwas, das von Frauen durchaus immer noch erwartet wird …

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