Der Schmerz mit den 243 Gesichtern: Kopfschmerz

So ein umfassendes Thema lässt sich nicht in 300 Wörtern abhandeln, aber zumindest anreißen, denn letztendlich sind Millionen von Menschen täglich oder zumindest regelmäßig von Kopfschmerzen betroffen. Manche, weil sie einfach einen Kater vom Feiern am Vorabend haben, andere, weil sie Migräne oder Clusterkopfschmerz haben, und wieder andere sind von einer starken Erkältung heimgesucht worden und leiden neben verstopften Nasennebenhöhlen auch noch unter den damit einhergehenden Kopfschmerzen. Dann dröhnt, hämmert oder klopft es im Kopf, der Schmerz bohrt sich vom Nacken durch den Schädel und tritt aus dem Auge wieder heraus, oder ein Ring aus Schmerzen legt sich um die Stirn. Es gibt noch viel detailliertere Beschreibungen des Schmerzes, aber allen gemeinsam ist, dass es größter Disziplin und Anstrengung bedarf, um mit diesen Schmerzen seinen Alltag, seinen Beruf oder andere Tätigkeiten ausüben zu können. Wie glücklich müssen die sein, die gar nicht wissen, was Kopfschmerz eigentlich ist!?
Natürlich gibt es mittlerweile ganze Bataillone von Schmerzmitteln, sodass die Betroffenen nicht immer dazu verdonnert sind, einfach nur zu leiden. Abgesehen von der Gefahr des Medikamentenmissbrauchs bei Einnahmen von mehr als zehnmal im Monat, haben viele von Migräne oder regelmäßig auftretenden Spannungskopfschmerzen Betroffene oft eine Odyssee von Arzt zu Arzt hinter sich. Erst seit wenigen Jahren zum Beispiel ist Migräne von der Weltgesundheitsorganisation zu den zehn schlimmsten Schmerzen erklärt worden und verliert so vielleicht endlich das Image als passende Ausrede für sexunwillige Frauen, wie es immer noch in diversen Filmproduktionen gezeigt wird.
So wichtig unser Kopf für unseren Alltag, für unsere Beziehungen, unseren Job, überhaupt unser ganzes Leben ist, so wichtig sollten wir auch dessen Schmerz nehmen. Wenn dieser also regelmäßig wiederkehrt, ohne dass wir vorher feiern oder erkältet waren, dann sollte uns das nicht nur in die Apotheke führen, sondern einen Besuch beim Arzt wert sein.

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