Aus der Reihe gesunde Nahrungsmittel: Bier

Fragt man in fremden Ländern nach, was man mit Deutschland verbindet, wird spätestens nach zwei Fußballernamen auch das Wort „Bier" fallen. So viel zu den Klischees. Dass Bier aber tatsächlich in vielen Gegenden (Achtung, wieder Klischee – Bayern!) zu den Grundnahrungsmitteln gehört, dass alle Welt auf das deutsche Reinheitsgebot schwört (nur Hopfen, Malz, Wasser und Hefe gehören hinein), weiß jeder. Aber dass Bier auch sehr gesund sein soll, verwundert doch ein bisschen. Es fallen einem da ja sofort die eng gespannten T-Shirts über runden Männerbäuchen mit der sinnigen Aufschrift „Bier formte diesen Körper" ein. Tatsache ist, dass mit dem Hauptbestandteil Hopfen, der zur Familie der Hanfgewächse gehört, ein Stoff enthalten ist, der beruhigend und stoffwechselanregend wirkt. War außerdem 2007 Arzneimittelpflanze des Jahres. Malz enthält alle B-Vitamine, die ebenfalls gut für unseren Stoffwechsel sind. Durch die eingesetzte Hefe wird der Körper mit Folsäure und Biotin versorgt, die für die Blutbildung sowie die Zellerneuerung notwendig sind. Außerdem liefert Bier wichtige Antioxidantien, die vor Zellschädigungen schützen. Bier gilt aus diesem Grund auch als Wundermittel für eine gesunde Haut und schöne Haare (einfach mal ins Shampoo-Regal in der Drogerie schauen).
Aber natürlich ist nicht alles nur gesund. Und wie eben fast immer gilt auch beim Bier: Die Dosis macht das Gift. In Maßen getrunken, kann sich jeder dem Biergenuss hingeben (abgesehen von Migränikern, für die gehört das Getränk zu den Triggern), regelmäßig und in großen Mengen geht's der Gesundheit an den Kragen: Es steigt das Risiko für Gicht, Diabetes, Herzinfarkte und Leberzirrhosen, ja sogar für Krebserkrankungen. Und der Alkohol bewirkt tatsächlich, vom Suchtfaktor mal ganz abgesehen, gerade bei Männern, das Ansetzen von Fett am Bauch (s. T-Shirt-Aufschrift).
Und doch, das Ende einer anstrengenden Wanderung oder Fahrradtour mit dem Zischen eines (alkoholfreien) Bierchens zu krönen, das kann schon wahrer Genuss sein. In diesem Sinne: Prost!

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